Wer ist online

Wir haben 22 Gäste online

Anmeldung



Ausflug Stubaital Juni 2012 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter Jeskulke   

 

Fast elf Monate Vorfreude, elf Vereinsmitglieder, auf zum Elfer ins Stubaital, Treffen am 6.6. in der Pension Schneider ( http://www.pension-schneider.eu ), Neustift, wer konnte, reiste früh, jeden möglichen Flug mitnehmen, denn: mäßige Wettervorhersage, Fön.


 

 

Erika und ich fuhren schon in der Nacht zum Mittwoch den 6.6.. Gegen 4.00 h morgens am Alpenrand, einige Stunden im VW-Bus geschlafen, dann über den Fernpass ins Inntal, rechts ab zum Brenner, sofort wieder rechts ins Stubaital.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ankunft gegen 9.00 h, wir sahen schon die ersten Flieger. Also – Koffer in die Pension, zum Elferstartplatz ( http://www.elfer.at ) und 2 schöne Morgenflüge ab 10.00 h.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die nächsten Kollegen trafen bald ein, noch im Flug hörten wir ihre Begrüßung über Funk: Jürgen für Peter, sind schon im Lift und sehen euch gerade in der Luft!

 

Aber: erste Fön-Vorboten am Elfer: Rückenwind am Startplatz. Erika und ich hörten es nach dem 2. Flug schon unten durch andere Piloten, und so kamen dann Jürgen u. Joachim oben nicht mehr weg und mussten für den Rückweg die Bahn nehmen. Der wirkliche Fön brach dann aber erst nachmittags gegen 16.00 durch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Also: Groundhandeln und dann ein Bier! Es war heiß!

 

 

 

 

 

 

 

 

Erst abends spät war dann die ganze Truppe zusammen, wir hatten schon im Lokal Abend gegessen, der Rest kam später, etwas Verwirrung mit den gebuchten oder auch nicht gebuchten oder abgesagten oder "was auch immer" Zimmern: Anders, Bilal und Herbert wohnten dann in einer anderen Pension. Egal. Wir hatten Spaß.


Donnerstag morgen: Wir hatten eine kleine Einweisung in das Fluggebiet mit der dortigen Flugschule verabredet, diese fiel dann aber ins Wasser: Hektik durch den Fluglehrer (http://www.alpen-paragliding-center-stubai.de/piloten-infos-stubai.html ), die Schüler müssten auf den Berg, der Fön ließe keine Zeit. Drei Worte als Einweisung, nichts, das wir selbst nicht schon wussten.

Egal, also hieß es auch für uns: früh auf den Berg und einige Flüge mitnehmen. Die nicht fliegenden Frauen Isabell und Babs waren auch mit dabei. Erste Startvorbereitungen um 9.30 h, kaum thermisch, meist ruhiger Gleitflug, herrliche Panoramablicke!

 

 

 

 

 

 

Der Fön kündigt sich an, kurz danach kam auch der Rückenwind am Startplatz, kein Flug mehr nach 14.00 h.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Also wurde am Landeplatz geklönt,

"gegroundelt,"

getrunken und gegessen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir wünschen uns ein neues Achtung-Schild für unser Flugfeld!

 

Am Nachmittag machten Erika und ich eine Radtour am Berg , entlang dem Stubai- und dem Brennertal, später mit Sicht auf Innsbruck, herrliches Wetter, ab16.00 Rückfahrt bei starkem Fön, strahlend blauem Himmel, kerniger Gegenwind beim Radeln !



Abendessen in einer Pizzeria auf der Terasse, Jürgen Czech und Flo kamen mit dem WoMo. Es wurde lange diskutiert, ob man zum Fliegen doch noch über den Alpenhauptkamm fährt, wir hatten Gutes von Britta und Jürgen aus Sand in Taufers gehört. Dann aber die Entscheidung: wir bleiben im Tal und versuchen morgen vor dem Fön einen Flug vom Kreuzjoch zu machen, die "Locals" hatten wir schon interviewt, das müsste gehen.

 

 

 

 

Freitag, frühes Früstück, Treffen um 9.00 an der Kreuzjochbahn in Fulpmes (http://www.schlick2000.at/de/28149 ), noch kurz am Wohnmobil von Flo und Jürgen geklopft (schlaftrunken, Augen kaum auf: "Wir machen "Piano" und kommen nach") ...

 

und ab in die erste Bahn.

 

Am Startplatz herrlichstes Hochgebiergs-Panorama, wieder waren auch die Nicht-Fliegerrinnen dabei und genossen die Landschaft.


 

Leichter Südwind von 10-15 km/h, gute Startbedingungen, wir entschlossen uns zu fliegen und beeilten uns, loszukommen. Der Fön war heute früher angesagt. Unser Motto: Auch wenn es gut trägt, nicht zu lange aufhalten und Flug direkt nach Neustift zum Landeplatz.

 

Alle kamen sicher in die Luft, der Wind nahm zu, so dass eine gute Stunde später Jürgen und Flo nicht mehr gestartet sind.

Direkt nach uns kam noch eine Gruppe Japaner mit 20 Fliegern ( u.A. auch Schüler!), die alle noch starteten, aber sich später bei schon widrigen Windverhältnissen und aufkommendem Fön gefährlich "rausgehauen" haben, wie Jürgen und Flo später berichteten.

Wir alle hatten eine gute Landung nach einem schönen Flug, der aber wegen des Föns wie geplant kurz gehalten wurde, obwohl es natürlich gut trug (aber eben weniger thermisch, mehr Soaren im beginnenden Fön). Ich selbst ließ mich noch über den Startplatz tragen und flog nach Westen an den schroffen Gipfeln vorbei zur Hochalm über Neustift. Schon über der Hochalm nahm der Wind zu und ich setzte zeitweise den Beschleuniger ein. Ich kam nur  langsam über das Tal, baute zwischenzeitlich Höhe mit "großen Ohren" und zweimal auch mit einer Steilpirale ab und konnte noch vor den Fönturbulenzen, die später nach meiner Landung ins Tal rauschten, gut landen. Ich hatte den Flug genossen, hatte ein tolles Panorama, aber im Nachhinein war ich da sicher zu "mutig" (unvorsichtig!), den Flug noch auszudehnen. Es wird mir eine Lehre sein.

Später am Landeplatz war es turbulent: der japanische Fluglehrer bekam seine Schüler nicht runter: Außenlandungen, angelegte Ohren - in 2000 m Höhe oder und in 30 m Höhe mit Rückenwind --, Rückenwindlandungen auf dem Protektor, verblasener Schirm hinter die Häuserreihe - der wie durch ein Wunder wieder auftauchte und heil landete. ---- Wir hörten dann, dass ein erfahrener 70-jähriger Pilot der Gruppe oben auf der Alm zu Tode gestürzt war, warum war unklar, ein Flug im Fön-Lee wurde vermutet. ----

Betroffenheit bei uns, denn auch wir hatten den Föndurchbruch unterschätzt und später erwartet (wie in den Tagen zuvor), waren aber Gott sei Dank früh genug unterwegs und alle sicher gelandet.

-----------

-----------

Abends Treffen im Jenewein in Fulpmes. Sehr uriger Gasthof, gutes Essen, urgemütlich. Planung für den nächsten Tag, der nicht fliegbar sein sollte: Innsbruck-Besuch mit der Straßenbahn! Es gibt eine Bahnlinie direkt ab Fulpmes nach Innsbruck dürch Wiesen und Wälder!

 

 

Samstag, sehr durchwachsener Tag, viel Regen, aber eine spaßige Fahrt mit der Straßenbahn mit tollen Ausblicken auf die Landschaft (für den, der wach blieb!).

 

 

 

 

 

 

 

Innsbruck ist immer eine Reise wert!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend löste sich dann die Gruppe teilweise schon auf, in kleiner Runde wurde auf dem Zimmer die Fußball-EM (Ger-Por) verfolgt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonntag dann Verabschiedung, Heimfahrt.

Für Erika und mich noch Weiterfahrt nach Greifenburg, wir hatten noch eine Woche, zunächst mit einigen Regentagen, dann mit herrlichen Streckenflügen. Dies Wetter hätte ich mir schon für das Stubaital und unsere Gruppe gewünscht!

Alles in allem: Eine schöne Reise in ein schönes Fluggebiet, leider nur wenige kaum thermische Flüge, aber tolle Gesellschaft. Danke an alle, die zu der guten Stimmung und dem Gelingen beigetragen haben.

Liebe Grüße

Euer Peter

 
© 2012 Gleitzeit e.V. | Joomla 1.5 Templates by vonfio.de