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EWF Ausbildung, Wochenende in Alsfeld PDF Drucken E-Mail

von Erika Jeskulke                25.07.2016



Die neuen EWF (Einweisende Windenführer) sind einsatzbereit.

Manfred und ich haben erfolgreich das Seminar für EWF abgeschlossenen und können euch nun das "Schleppen an unserer Winde" beibringen und somit Thomas und Bernd entlasten.

Am Flugplatz Alsfeld (Hessen) leitete Horst Barthelmes und Andreas (Andy) Schöpke den Lehrgang für Vereins EWF. Andy ist der offizielle Nachfolger von Horst und obwohl erst 27 Jahre alt schon sehr kompetent und engagiert.

Flugplatz Alsfeld



 

Andy  und  Horst

 

 

 

 

An zwei Tagen wurden mit uns und vier anderen Teilnehmern, aus der Nähe von Gießen und Rotenburg ob der Tauber, die Windenführer- Bestimmungen für Gleitsegel und Hängegleiter erarbeitet sowie die FBO (Flugbetriebsordnung) aufgefrischt.  Es wurden die marktgängigsten Winden- Typen stationär oder mobil mit ihren Besonderheiten (oder auch Tücken) besprochen eingeschlossen der neuen E-Winden Technik. Die Prüfungsfragen der Windenführer- Einweisung wurden abgefragt und erklärend besprochen.



 

Nix gelangweilt --- voll konzentriert! Und ohne Kaffee geht gar nix !



Im Praktischen Teil ging es dann an die Winde (hier Koch 3, luftgekühlter VW- Motor) um den Aufbau und Wartung gegenseitig zu erklären und um die Gefahrenstellen (auch in Betrieb) zu erkennen und zu verinnerlichen. Hier war jeder gefragt seine eigenen Erfahrungen zu äußern und auch Fragen zu stellen, die im alltäglichen Schlepp- Betrieb aufkommen. So war es für Manfred und mich sehr interessant einiges über den Hängegleiter- Schlepp zu erfahren auch wenn es für uns nicht relevant ist. Die andere Handhabung einer mobilen Abrollwinde wurde uns erklärt und durch Michael mit Beispielen aus seinem Schlepp- Betrieb ergänzt.



 

"und dat is en Wandleröldeckel!"

 

Michael, der Schwabe rechts, war der einzige Windenfahrer für eine Abrollwinde .



 

"und denk dran, nich wie inne Formel 1 Gas und Bremse gleichzeitig"



Da es am Samstag durchweg regnete wurde mit der Theorie weiter gemacht aber nicht ohne ein Mittagessen in der netten Altstadt von Alsfeld. Ein wirklich netter und sehr hübscher Ort mit seinen vielen historischen Fachwerkhäusern. Hier könnt ihr mit noch mehr Fotos Alsfeld entdecken.


 

 

 

Altes Rathaus


 

Markt Café - Hochzeitshaus) -  unsere Wahl.





Diskutiert wurde zum Beispiel auch die schlechte Sicht auf den Piloten bei langer Schleppstrecke oder abfallendem Gelände. Horst Barthelmes zeigte uns daraufhin eine Video- Funk- Anlage, die eine einwandfreie Sicht des startenden Piloten ermöglicht. Andy meinte, dass es sicher mittlerweile durch die Drohnen Technik schon bessere Möglichkeiten gibt. Aber dieses System hier funktioniert auch gut.



 

Bildschirm in Blickrichtung Schleppstrecke geschützt im Kasten angebracht.



 

Sender mit Kamera und Empfänger am hohen Stativ.



Erst am Sonntag konnte dann die Winde in Betrieb genommen werden und Schlepp- Betrieb stattfinden. Gleitschirme und Starrflügler kamen zum Einsatz und so konnte die Schlepp- Praxis doch noch vermittelt werden. Leider zeigte sich auch hier die schlechte Wartung der Winde vom dortigen Verein. Die  schwache und vielleicht schon defekte Batterie konnte zwar mit Starthilfe die Winde drei mal wieder in Gang setzen, da aber der Motor immer beim Beginn des Anschleppens ausfiel wurde aus Sicherheitsgründen der sowieso schon zähe Schleppbetrieb mittags eingestellt. Ein Motorausfall während des Schlepps, und dann noch bei einem Atos auf dem Rollwagen, wäre unverantwortlich gewesen. Horst entschuldigte sich doch mehr als einmal bei diesem Seminar für manche Panne. Aber wir hatten alle viel Spaß.


Horst´s Spruch: Also Schleppbetrieb wie im richtigen Leben!


Und Manfred:  Na, da ist unsere Winde ja direkt ein Goldstück.


Wir hatten also noch mal Zeit in den Hangar und die Werkstatt zu schauen.



 

Reste eines alten Holz- Segelflugzeugs - leider ( oder Gott sei Dank) werden in Alsfeld keine mehr geflogen.



An diesem Wochenende konnten wir auch eine Testphase mit Gleischirm- Schlepp für eine Einmann- Elektrowinde (1 Trommel-RC-Winde) miterleben. Der Entwickler, Joachim Hähnle hat seine E-Winde nach seiner Frau Natascha benannt. Andy probierte die Starts , die über Funksteuerung mit einem Impulsgeber (ähnlich dem Gas- Handgriff beim Motorstart) selbst eingeleitet werden. Die Windentrommel, an der Anhängerkupplung des Autos montiert, schleppt dann mit elektonischer Steuerung eigenständig den Piloten bis dieser per Funk klinkt. Die Trommel holt das Seil wieder ein. Ein Metallstreifen im Dyneema- Seil stoppt rechtzeitig die Trommel.



 

auf dem Autodach rechts das gelbe Rundumlicht- links die Empfängerstation. An der Anhängerkupplung Natascha


 

Stromquelle sind Batterien im Auto.



Es war richtig toll diese Einmann-Winde im Betrieb zu sehen, wenn auch noch nicht alles ausgereift ist funktionierten die Schlepps wirklich gut. Nach der Auswertung der Test-Schlepps von diesem Wochenende kann Joachim Hähnle wohl mit einer Erprobungserlaubnis von 100 Schlepps rechnen, so schrieb mir Horst per Mail.



 

Start Vorbereitung und Einweisung der Funksteuerung.                                                                             Links Joachim Hähnle der Entwickler  von Natascha der 1 Trommel-RC-Winde



Es war ein interessantes und erfolgreiches Wochenende für Manfred und mich mit der direkten Übergabe des DHV- Stempels für die Prüfung und Beurkundung der Windenführer- Einweisung in Theorie und Praxis.



 

Altstadt View am Abend - überall keine Restaurants, Gartenlokale und Kneipen.




Auf immer sichere Windenschlepps und Spaß bei der Ausbildung,


Liebe Grüße Eure Erika

EWF -  Gleitzeit e.V.

 



 
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